Ein geschütztes Vorgebirge voller Wanderwege, Kriegserinnerungen und Buchten, die nur zu Fuß oder schwimmend erreichbar sind. Wandern und Schnorcheln am Capo Figari, 15 Minuten von der Villa.
Capo Figari, Wandern und Schnorcheln: die versteckten Buchten — Golfo Aranci
Capo Figari ist das wilde Vorgebirge, das die Küste nördlich von Golfo Aranci abschließt: ein geschütztes Kalksteinmassiv mit einer Höhe von 342 Metern, das von Wanderwegen durchzogen und von Buchten gesäumt ist, die man nur zu Fuß, schwimmend oder mit dem Paddel erreicht. Es liegt etwa eine Viertelstunde Autofahrt von der Villa Cala Sassari in Punta Pedrosa entfernt: nah genug, damit nach einem Vormittag auf den Wegen der Nachmittag für den Pool frei bleibt.
Das Wandern am Capo Figari: der Semaphor-Weg
Der Hauptweg beginnt in Cala Moresca, gleich hinter den letzten Häusern von Golfo Aranci, und steigt gleichmäßig zwischen Wacholder, Mastixsträuchern und Erdbeerbäumen an. Er führt an der Militärbatterie Luigi Serra vorbei, einer Stellung aus dem Zweiten Weltkrieg, und erreicht den alten Semaphor (Signalturm) auf dem Gipfel: 342 Meter über dem Meer, mit Blick auf die Insel Tavolara und an klaren Tagen auf Korsika am Horizont. Hin- und Rückweg betragen etwa acht Kilometer; die Strecke verläuft linear, sodass man an jedem Punkt umkehren kann. Genau von diesem Semaphor aus führte Guglielmo Marconi 1932 wegweisende Kurzwellen-Funkexperimente mit dem Festland durch.
Die Buchten und wo man schnorcheln kann
Cala Moresca teilt sich in zwei kleine, goldene Strände im Schatten von Pinien, direkt vor der pyramidenförmigen Insel Figarolo; dahinter steht noch ein stillgelegter Kalkofen, Zeuge der Bergbauvergangenheit des Vorgebirges. Ein etwas unwegsamerer Pfad führt weiter nach Cala Greca, einer schmalen Kieselbucht, deren klares Wasser und felsiger Meeresboden das beste Schnorcheln des Vorgebirges bieten – Muränen, Seesterne und Schwärme von Geißbrassen zwischen den Felsen – und dann zur abgelegenen Cala del Sonno. Auf der Nordseite bietet Cala Sabina ihren sanften Rundweg an.
Die beste Reisezeit
Frühling und Herbst sind ideal für die komplette Wanderung zum Semaphor; im Juli und August sollte man den ungeschützten Weg in den frühen Morgenstunden wählen. Die Buchten hingegen zeigen sich im Sommer von ihrer besten Seite, wenn das ruhige, warme Wasser zum entspannten Schnorcheln einlädt. Wintertage können zum Wandern herrlich sein, mit der duftenden Macchia und leeren Wegen.
Praktische Tipps
Das Auto lässt man auf dem kostenpflichtigen Parkplatz vor Cala Moresca und geht zu Fuß weiter; auf dem gesamten Capo Figari gibt es keine Einkehrmöglichkeiten, bringen Sie also mehr Wasser mit, als notwendig erscheint, sowie Sonnenschutz und geeignetes Schuhwerk. Packen Sie Maske und Badeschuhe für die Kieselbuchten in den Rucksack und bleiben Sie auf den markierten Wegen: Das Vorgebirge ist ein geschütztes Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung.
Ein Insider-Detail
Etwas abseits des Hauptweges verbirgt sich der kleine Englische Friedhof, auf dem Seeleute bestattet wurden, die fernab ihrer Heimat Schiffbruch erlitten. Nur wenige Wanderer bemerken die Abzweigung; wer sie nimmt, findet einen der stillsten Orte des gesamten Vorgebirges.
Zurück in der Villa fällt die Bilanz des Tages reichlich aus: ein Gipfel, zwei Buchten und eine Schnorcheleinheit vor dem Mittagessen, danach der beheizter Pool und keine größere Anstrengung, als zu entscheiden, wo man zu Abend isst. Capo Figari verlangt den Gästen der Villa Cala Sassari ein wenig Mühe ab und zahlt sie mit Zinsen zurück.


